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Dankirke

In der dänischen Archäologie nimmt Vester Vedsted einen ganz besonderen Platz ein. Hier wurde zum ersten Mal ein richtiger „stormandsgård“ (ein Hof eines bedeutenden Mannes) aus der Eisenzeit gefunden. Diese Stelle wurde im 17. Jahrhundert „Dankirke“ genannt und wurde 1965-70 teilweise vom Nationalmuseum ausgegraben. Der Hof hat hier mehr als 500 Jahre gelegen und die vielen gefundenen Gegenstände deuten auf eine wichtige Kultstelle, die den Fruchtbarkeitsgöttern dienen sollten. Eine Klimakatastrophe (möglicherweise ein Vulkanausbruch nach 536, der Hungersnot und Wachstumsversagen auf der nördlichen Halbkugel verursachte) bedeutete das Ende des Hofes.

Im Jahre 1859 fand 2 Km westlich von hier in Okholm einen größeren Goldschatz, der jetzt im Nationalmuseum ausgestellt ist. Möglicherweise hat er Nachkommen der Familie in Dankirke gehört.

Mehrere Ausgrabungen an dieser Stelle, wo jetzt das Wattenmeer Zentrum liegt, bezeugen auf jeden Fall, dass hier eine bedeutende Siedlung gewesen ist.